Grundbucheintrag – Kosten Eintragung Grundbuch & Grundschuld

Alle, die sich mit dem Gedanken tragen ein eigenes Haus zu bauen, müssen sich über kurz oder lang mit den Kosten für den Grundbuch- und Grundschuldeintrag befassen. Jeder vernünftig kalkulierende Häusle-Bauer darf diese Kosten und ihre Konsequenzen auf gar keinen Fall außer Acht lassen. Doch was ist überhaupt ein Grundbuch und was hat es mit der Grundschuld auf sich?

Auch für dieses Grundstück fallen Maklerkosten an

Für den Grundstückskauf wird ein Grundbucheintrag fällig

Was ist ein Grundbuch?

Das Grundbuch ist ein Register, in welchem die Besitzverhältnisse und Rechte in Verbindung mit einem Grundstück/einer Immobilie eingetragen werden müssen. Es ist vor allem für den Käufer einer Immobilie relevant, da es hier bei bestehenden Immobilien relevante Eintragungen gibt, die auch für den Neubesitzer von Bedeutung sein können.

So zum Beispiel:

  • Eigentumsverhältnisse
  • Wohnrecht von Bewohnern des Hauses
  • Belastungen, bei Zahlungsschwierigkeiten
  • Eintrag der bisherigen Grundschuld

Jeder Hausbauer veranlasst für seine zukünftige Immobilie (erstmalig beim Neubau) einen Grundbucheintrag nach den Maßgaben des Grundbuchamtes. Anhand dieser Daten können in der Folge alle Eigentumsverhältnisse mit ihren Rechten und Pflichten lückenlos nachvollzogen werden.

Was bedeutet Grundschuld?

Die Grundschuld wird oftmals im Zusammenhang mit der Hypothek genannt, die gerade in den USA üblich ist.
Im Unterschied zur Hypothek ist die Grundschuld eine Sicherheit, die nicht unmittelbar an die Kaufsumme des Hauses/der Immobilie gebunden ist. Sie ist darüber hinaus ein Grundpfandrecht (§ 1191, 3. Buch, „Sachenrecht“, BGB)

Die Grundschuld ist:
Eine Absicherung für den Darlehensnehmer, der bei Zahlungsunfähigkeit und einer damit einhergehenden Zwangsvollstreckung auf den eingetragenen Betrag hoffen kann. Dass bedeutet, wenn das Haus anschließend verkauft werden muss (Zwangsvollstreckung), dann erhält der Darlehensnehmer den Betrag der Grundschuld. Die Grundschuld sollte immer so hoch wie möglich gewählt werden, um die Immobilie so gut wie möglich gegen alle Eventualitäten abzusichern.

Kosten für Grundbucheintrag und Grundschuld

Natürlich sind diese Eintragungen nicht kostenlos und werden gesondert berechnet. Die Kosten für den Grundbucheintrag inklusive Grundschuld hängen in erster Linie vom Kaufpreis und auch vom Grundbuchamt ab, welches für den jeweiligen Bezirk zuständig ist.

Folgendes Beispiel verschafft Ihnen einen exemplarischen Überblick über die Kosten:

Sie wollen ein Haus bauen inklusive Grundstück zu einem Betrag von 300.000 Euro. Diese wollen Sie zusammen mit einer Grundschuld von 250.000 Euro ins Grundbuch eintragen lassen.

Notarkosten Beurkundung des Grundstückkaufvertrages 1.270,00 €
Grundbuch Eintragung Auffassungsvormerkung 317,50 €
Notarkosten Grundbucheintrag mit Vollstreckungsklausel 535,50 €
Grundbuch Eintragung Grundschuld 535,00 €
Grundbuch Eintragung des Eigentümers 635,00 €
Notarkosten Betreuungsgebühr 317,50 €
Notarkosten Vollzugstätigkeiten 317,50 €

Grundbuchkosten Gesamt 1.487,50 €
Notarkosten Gesamt 2.440,00 €
Mehrwertsteuer Notarkosten 463,60 €

Gesamtkosten Grundbuch/Notar 4.391,10 €

Rechnen Sie also bei jedem Grundstückskauf neben den Notarkosten und Maklerkosten auch immer unbedingt die Kosten für Grundbucheintrag und Grundschuld hinzu.

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